19 Sep

Geringwertige Wirtschaftsgüter: Anhebung der Schwellenwerte ab 01.01.2018 auf EUR 800,00

Der Schwellenwert für sog. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) wird ab dem 01.01.2018 von bisher EUR 410,00 (netto, vgl. § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG) auf EUR 800,00 erhöht. Diese Regelung betrifft selbstständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, wie beispielsweise Schreibgeräte, Tablets oder Büro- und Geschäftsausstattung. GWG, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, können im Jahr der Anschaffung oder Herstellung sofort abgeschrieben werden. Sofern von diesem Recht Gebrauch gemacht wird, sind GWG, die den Betrag von EUR 250,00 (bisher: EUR 150,00) übersteigen, in einem laufenden Verzeichnis zu erfassen. Dies gilt nicht, wenn diese Angaben aus der Buchführung ersichtlich sind.

Die Möglichkeit, GWG über EUR 250,00 (bisher: EUR 150,00) und unter EUR 1.000,00 in einen jahresbezogenen Sammelposten einzustellen und über 5 Jahre abzuschreiben besteht weiterhin. Allerdings muss das Wahlrecht für die Sofortabschreibung oder den Sammelposten für alle in einem Wirtschaftsjahr angeschafften Wirtschaftsgüter einheitlich ausgeübt werden.

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