14 Okt

14.10.2016: Bundesrat stimmt Reform der Erbschaftsteuer zu

Der Bundesrat hat am 14. Oktober 2016 der Reform der Erbschaftsteuer zugestimmt. In dem nun vereinbarten Kompromiss werden Firmenerben auch in Zukunft steuerlich begünstigt, wenn sie das Unternehmen längere Zeit fortführen und Arbeitsplätze erhalten.

Eine Einigung wurde insbesondere zum Kapitalisierungsfaktor von 13,75 für das vereinfachte Ertragswertverfahren, zum Vorwegabschlag bei Familienunternehmen, zur Optionsverschonung für Verwaltungsvermögen sowie zu den Voraussetzungen für eine Steuerstundung erzielt.

Außerdem wird es keine Wiedereinführung der so genannten Cash-Gesellschaften geben; Freizeit- und Luxusgegenstände wie Oldtimer, Yachten, Kunstwerke sollen grundsätzlich nicht begünstigt werden.

Die Änderungen gegenüber dem Gesetzesentwurf sind insbesondere:

  • Bei der Unternehmensbewertung nach dem vereinfachten Ertragswertverfahren ist ein einheitlicher Kapitalisierungsfaktor in Höhe von 13,75 zu verwenden. Dieser wird bereits rückwirkend auf den 1. Januar 2016 angewendet.
  • Voraussetzung für die Anwendung der sog. Optionsverschonung ist eine maximale Verwaltungsvermögensquote von 20 %.
  • Eine zinslose Stundung ist nunmehr nur noch höchstens sieben Jahre möglich.

Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten.

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